Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
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Presse

Fachtag nimmt neue Herausforderungen im Arbeitsschutz in den Fokus

Betriebliches Gesundheitsmanagement ganzheitlich und vernetzt

Der dritte landesweite Fachtag „Gesunde Arbeit – Gesunde Regionen” des BGM-Netzwerks, der von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) mit Mitteln des rheinland-pfälzischen Arbeitsministeriums als Videokonferenz ausgerichtet wurde, nahm in diesem Jahr gezielt den Arbeitsschutz als zentrales Element des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in den Fokus.

Zukunftsthemen: Digitalisierung und Klimawandel

„Der Kampf gegen die Corona-Pandemie fordert die Betriebe und ihre Beschäftigten. Damit alle Menschen bei der Arbeit ausreichend geschützt sind, müssen Infektionsschutz und Arbeitsschutz sehr eng zusammenspielen. Die Corona-Pandemie hat noch deutlicher gemacht, wie essentiell effektiver betrieblicher Arbeitsschutz ist”, betonte Arbeits- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in ihrem Grußwort an die 120 Teilnehmenden der Konferenz.

Gerade den kleinen und kleinsten Unternehmen sowie den Kommunen in Rheinland-Pfalz bot der Fachtag einen Einblick, wie facettenreich der Arbeitsschutz im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist und inwieweit er sich schon jetzt mit neuen Aspekten beschäftigt muss. Denn die Corona-Pandemie hat gezeigt: Wichtige Schlüssel zur modernen Arbeitswelt sind Digitalisierung und agiles Arbeiten. Hinter dieser Entwicklung verbergen sich neue organisatorische und psychische Herausforderungen, die von den Mitarbeitenden und Führungskräften bewältigt werden müssen.

Der Klimawandel rückt zudem weitere Themen des Arbeitsschutzes in den Fokus, die im Rahmen eines ganzheitlichen BGM-Ansatzes Berücksichtigung finden müssen: Hitze und vermehrte UV-Strahlung. Der Fachtag zeigte dazu Lösungsansätze auf und informierte über die vielfältigen Beratungsangebote, die die Partnerinnen und Partner im BGM-Netzwerk zu diesen Themen anbieten.

Vernetzung wird immer wichtiger

Das 2017 gegründete und vom Arbeits- und Gesundheitsministerium geförderte BGM-Netzwerk Rheinland-Pfalz bietet regionalen und kommunalen Initiativen eine Plattform, sich untereinander zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) auszutauschen und vom Wissen und den Erfahrungen anderer zu profitieren. „Das Interesse am BGM-Netzwerk ist groß: Seit der Gründung mit fünf Mitgliedern konnten wir es in rund drei Jahren auf 47 Netzwerk- und Kooperationspartnerinnen und -partner ausbauen. Das zeigt uns, dass die Bedeutung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement für Unternehmen, Verwaltungen und Kommunen gewachsen ist und dass für die Verantwortlichen der regelmäßige Erfahrungsaustausch in diesem komplexen Themenfeld wichtig und hilfreich ist“, unterstrich Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer der LZG.

Eine Wanderausstellung geht neue Wege

Im Jahr 2021 wird eine Wanderausstellung zum Thema „Ein gesunder Arbeitstag“ durch die Regionen von Rheinland-Pfalz touren. „Das Thema Arbeitsschutz im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements soll in Form einer überdimensionierten Plakatwand für die Menschen erfahr- und erlebbar gemacht werden“, so Krell. Auf der großformatigen Darstellung werden viele Aspekte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements – mit besonderem Blick auf den Arbeitsschutz – visualisiert und praxisnahe Anregungen zur Umsetzung eines gesunden Arbeitstags gegeben.

Die Wanderausstellung wird an den Ausstellungsorten mit Auftaktveranstaltungen und Fachvorträgen zum Thema BGM flankiert. Interessierte Unternehmen und Kommunen erhalten die Möglichkeit, sie über mehrere Tage bei der LZG auszuleihen. „Die Wanderausstellung soll ein Spiegel dessen sein, was sich im BGM-Netzwerk Rheinland-Pfalz vereint: Fachwissen, innovative Ideen, lebhafte Kommunikation und das gemeinsame Ziel, das Betriebliches Gesundheitsmanagement in immer mehr Betrieben im Land zu etablieren. Sie unterstreicht den erfolgreichen Transfer von Wissen und Impulsen der Netzwerkarbeit zurück in die Regionen“, betonte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Ergänzt werden soll die Ausstellung durch digitale Elemente, wie etwa regionale Videokonferenzen. Sie sollen einzelne Themen der Wanderausstellung aufgreifen und ermöglichen, dass regionale Expertinnen und Experten mit den Unternehmen vor Ort ins Gespräch kommen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

V.i.S.d.P. Dr. Matthias Krell, Geschäftsführer

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